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Großveranstaltungen nach dem Loveparade-Unglück

Im Juli 2010 führten vermutlich Planungsmängel zur Katastrophe auf der Loveparade in Duisburg: 21 Menschen starben in einer Massenpanik – das Gedränge der ankommenden und der nach Hause gehenden Besucher war gleichzeitig zu groß geworden.

Seitdem hat sich viel getan, die Schuldigen wurden gesucht und es wurden Maßnahmen ergriffen, die zukünftig Unglücke wie das von Duisburg verhindern sollen.
Dazu gehören neue Regeln für Demonstrationen und Großveranstaltungen, die Veranstalter und Kommunen vor neue Probleme stellen.
So mussten in der Folge bereits einige Veranstaltungen abgesagt werden, da die Organisatoren aus zeitlichen oder finanziellen Gründen nicht in der Lage waren, die geforderten höheren Auflagen umzusetzen.

Um sich rechtlich abzusichern, forderten viele Städten von Veranstaltern erweiterte oder völlig neue Sicherheitskonzepte, teilweise versehen mit Gutachten, die naturgemäß finanziell aufwendig sind. Zum Beispiel musste die Bochumer Ruhr-Universität ihr Konzept für ein Sommerfest um einige Komponenten erweitern. Zusätzliche Absperrgitter, Sicherheitszäune und Notstrombeleuchtung wurden von den Ordnungsbehörden gefordert.

Ein wichtiger Punkt bei neuen Sicherheitskonzepten sind stets die Breite und Durchlässigkeit von Fluchtwegen. Dies hat Auswirkungen bis hin zur Aufstellung von Weihnachtsmarktbuden in engen Innenstadtgassen. Hier legen viele Kommunen im Zweifel nun mehr Wert auf großzügige Raumverhältnisse als auf den letzten vermieteten Budenstellplatz.

Bleibt zu hoffen, dass die Zahl und Qualität öffentlicher Veranstaltungen nicht unter den neuen Auflagen leiden muss. Beispiele für abgesagte Events gibt es bereits: in Essen fiel 2011 das große Pfingst-Open-Air aus – eine so genannte Umsonst-Draußen-Veranstaltung. Hier waren die Auflagen für die beteiligten Organisatoren in der Kürze der Zeit nicht mehr zu stemmen. 2012 soll das Festival jedoch mit verbesserten Sicherheitsvorkehrungen wieder starten.

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