0

Die eigene Großveranstaltung planen

Mal eben im Stadtpark eine große Party feiern und die ganze Welt bei Facebook dazu einladen – das kann schnell ein teures Vergnügen werden. Versehentlich als öffentlich gekennzeichnete Einladungen im sozialen Netzwerk Facebook sind in der Vergangenheit bereits mehreren Jugendlichen zum Verhängnis geworden. In einem Fall musste eine private Geburtstagsfeier von der Polizei beendet werden, nachdem die Party aufgrund der Vielzahl der Gäste vollkommen außer Kontrollen geraten war. In einem anderen Fall hatten Jugendliche zu einer großen Party eingeladen („Facebook-Party“), worauf die Stadt ein umfassendes Sicherheitskonzept verlangte und damit drohte, einen vierstelligen Euro-Betrag den Veranstaltern in Rechnung zu stellen.

Denn Großveranstaltungen müssen der örtlichen Gemeinde nicht nur angezeigt werden, die Veranstalter haben vielmehr auch für den geregelten Ablauf zu sorgen. Dies umfasst die Bereithaltung von Sanitätern und Rettungskräften, Feuerwehr, Wetterschutz und die Einhaltung wichtiger Sicherheitsvorkehrungen. Dazu wiederum gehören Auflagen wie die maximale Besucherzahl bzw. die Organisation bei Überfüllung und Konzepte zum schnellen Räumen des Geländes inklusive Ausweisung von Standard-Fluchtwegen. Diese Konzepte müssen vom zuständigen Ordnungsamt überprüft und genehmigt werden. Erst dann ist eine legale Durchführung der Veranstaltung möglich.

Schwachpunkte bei Großveranstaltungen sind oftmals zu enge Zugangswege, komplizierte Anfahrtswege der Sanitäter und zu wenige oder zu schlecht erreichbare Toiletten. Auch der Umgang mit alkoholisierten Gästen sollte in jedem Fall genau geregelt sein. Beispielhaft sei hier der Umgang mit betrunkenen Personen auf dem Münchener Oktoberfest genannt: die Security-Mitarbeiter sind entsprechend geschult und greifen durch. Die Polizei sorgt gleichzeitig für eine großräumige Befriedung des Veranstaltungsgeländes.

0

Sicherheitsvorkehrungen bei einer Veranstaltung

Die Love-Parade-Katastrophe von 2010 hat die öffentliche Meinung, vor allem aber die Veranstaltungsbranche für die Ciherheit bei Veranstaltungen hochgradig sensibilisiert. Das Besuchermanagement ist für jedes Event wichtig, egal, welche Größenordnung es repräsentiert.

Selbst für eine Veranstaltung mit 1.000 bis 2.000 Besuchern, wie sie z.B. ein übliches Open-Air-Konzert darstellt, benötigt man ein Sicherheitskonzept. Das Hauptproblem besteht nämlich nicht nur darin, mit der Einlasskontrolle auch die erforderlichen Einnahmen zu realisieren, sondern dieses Steuerungsmittel ebenso für das Besuchermanagement einzusetzen. Wenn man einen Kartendrucker einsetzt, hat man zudem die ständige Überischt, wie viele Personen sich in den den jeweiligen Bereichen aufhahlten.

Denn das Wichtigste Sicherheitsmoment ist das Verhältnis von Raum und Personenzahl. Bereits bei der Planung muss sichergestellt werden, dass sich nicht mehr als zwei Personen auf einem Quadratmeter aufhalten müssen. Wenn dann, wie bei großen Konzerten üblich, der Andrang vor der Bühne bis auf vier Personen pro Quadratmeter anwächst, ist noch genügend Raum vorhanden, um die Situation jederzeit entspannen zu können. Um den Raum mit der höchsten Publikumskonzentration herum muss der Publikumsabgang wenigstens zu drei Seiten möglich sein. Um die Sicherheit bei größeren Menschengruppen zu gewährleisten, ist eine Aufteilung des Publikumsraumes in mehrere getrennte Zonen sinnvoll.

Das zweite wichtige Moment ist die zeitliche Belastung von Arealen. Wenn bei einem Konzert bereits die Vorband so viele Besucher auf die Fläche vor der Bühne zieht, dass dort die Maximalkapazität erreicht wird, muss der Zugang so geregelt werden, dass nur noch die dahinter liegende Fläche für das nachrückende Publikum zur Verfügung steht. Die Einlasskontrolle wird bereits als Stopp-Mittel verwendet, wenn innerhalb kurzer Zeit bereits die Hälfte der Platzkapazität mit Besuchern belegt ist. Durch eine Aufteilung des Areals in unterschiedliche Zonen mit entsprechender Preiskategorie wird diese Situation vermieden.

Der dritte wichtige Aspekt ist die Kontrolle des Areals nach Funktionen. Dabei ist nicht nur die Bühnenabsperrung nach allen Seiten wichtig, sondern auch, dass die Zufahrts-, Liefer- und Versorgungswege nach jeder Belegung wieder frei geräumt werden. Dass die Fluchtwege ständig frei zu halten sind, versteht sich von selbst. Die Ordner in den Innenräumen müssen nicht nur den Schutz ihrer Areale sicherstellen, sondern sich auch gegenseitig über auffällige Publikumsbewegungen informieren.