0

Sicherheit auf dem Oktoberfest

Jahr für Jahr wird der Andrang größer – das Oktoberfest in München ist und bleibt beliebt und verlangt daher eine gute Konzeption für Besuchermanagement und Sicherheitskontrollen.

Das Oktoberfest 2010 kann als ein Fest der Extreme gelten. So kam die Polizei bei einer Auszählung zu dem Ergebnis, dass noch nie da gewesene Besucherströme auf der Theresienwiese, wie aber auch in der Umgebung rund um das Oktoberfest zugegen waren. Am letzten Samstag der Festtage mussten sogar Bierzelte, wie auch Biergärten für Besucher verriegelt werden – einige schätzen die Besucherzahlen auf über 800.000 – um Probleme zu vermeiden. Den Sonntag darauf kam es aufgrund von Überfüllung sogar für mehrere Stunden zur Sperrung der Wiesn und das bereits um 12:00 Uhr Mittags.
Bei solchen Großveranstaltungen gilt es in hohem Maße die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. Seit 1997 gibt es für die Sicherheit auf dem Oktoberfest den Arbeitskreis “Sicherheit auf der Wiesn“. Hier finden sich die Festleitung, wie auch alle beteiligten Behörden zusammen, um stets die Sicherheit auf dem größten Volksfest der Welt zu garantieren und optimieren.
Bereits vor Beginn der Großveranstaltung wurde eine wichtige Sicherheitsmaßnahme durch das Sicherheitskomitee umgesetzt: Seit 2008 gilt die Theresienwiese als Baustelle bei dem Auf- und Abbau des Oktoberfests.
Doch gerade wenn die Besucher kommen, muss man auf verschiedenste Maßnahmen und technische Hilfsmittel zurück greifen, um die allgemeine Sicherheit zu verbessern. Dabei gilt es verschiedene Punkte der Sicherheit zu beachten: Entzerrung der Besuchermassen, die Sicherstellung von Rettungswegen, Kinderschutz und der Schutz von Frauen und Mädchen, aber auch die Sicherheit in Bierzelten und die allgemeine Sicherheit gilt es zu beachten. Oktoberfest
Insgesamt hat der Arbeitskreis in den letzten Jahren viele Sicherheitsmaßnahmen durchgesetzt. 2009 beispielsweise, wurde nach den Terrorwarnungen ein Sicherheitsring um die Theresienwiese aufgestellt. Im Jahre 2010 sollen weitere Sperrringe die Sicherheit der Besucher erhöhen:
Insgesamt wurden drei Sicherheitsringe errichtet, um somit eine leichtere Zutrittskontrolle auf das Oktoberfest umsetzen zu können aber auch, um die Besuchermassen sicher koordinieren zu können.

Um die Wiesn gegen Fahrzeuge abzusichern, wird es ab dem Jahr 2011 versenkbare Beton-Pfeiler geben, welche an allen 19 Zufahrten fest installiert werden sollen.Weitere Schutzmaßnahmen im Verkehrsbereich sollen das Besuchermanagement auf dem Oktoberfest weiterhin erleichtern. So sollen in direkter Nähe der Wiesn keine motorisierten Fahrzeuge mehr fahren dürfen – ausschließlich Anliegern soll diese Möglichkeit noch offen stehen. Daher bittet die Münchener Polizei alle Besucher darum, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Natürlich gilt es auch die Sicherheit auf dem Festgelände selbst zu prüfen. Die ausreichende Beleuchtung der Brennpunkte auf dem Gelände soll potentielle Straftäter abschrecken. Als enorm wichtiges technisches Sicherheitsmittel setzt die Polizei verstärkt auf Videoüberwachung auf dem Oktoberfest. Rund 17 Videokameras sind ständig im Einsatz und erlauben somit eine „Live-Überwachung“, aber auch die Rückverfolgung von Unfällen, Straftaten und anderen Auffälligkeiten. Dadurch leisten die Sicherheitskameras auf dem Oktoberfest einen wertvollen Beitrag zu Verhinderung, wie aber auch Aufklärung von Straftaten. 2009 kam es nur Dank der Kameras zu über 60 Festnahmen. Neben der Straftatenverfolgung kann die Videoüberwachung auch der Einsatzkoordination des Sicherheitspersonals dienen. Schließlich gilt es neben dem Zeltsicherheitspersonal, Sanitätern schon allein 300 bis 400 Polizisten zu koordinieren.
Damit die Besucher auf dem Festgelände schon im Vorfeld abgesichert werden, kommt es zu verstärkten Zugangskontrollen an allen Eingängen. Darüber hinaus spricht die Polizei jedes Jahr im Vorfeld der Wiesn ein Besucherverbot für registrierte Gewalttäter und Langfinger aus. So wird bereits im Vorfeld für die Sicherheit der Besucher gesorgt.
Auf einem Volksfest mit rund 6 Millionen Besuchern und einem Bierkonsum von rund 70.000 Hektolitern, dürfen ständige Alkoholkontrollen nicht fehlen. Besonders Jugendliche stehen immer mehr im Fokus des Sicherheitspersonals, um somit Alkoholmissbrauch frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls zu verhindern.
Weitere Maßnahmen zur allgemeinen Sicherheit ist ein striktes Tierverbot auf dem gesamten Gelände, wie auch ein Verbot von Fahrrändern und Inline-Skates. Außerdem arbeitet die Festleitung eng mit der Presse zusammen, um somit die Besucher und noch zu erwartenden Gäste stets auf dem Laufenden zu halten.

0

Großveranstaltungen in Stadien – Die Sicherheitsvorkehrungen

Bei Großveranstaltungen in Stadien steht die Sicherheit immer an erster Stelle! Gerade jetzt, wo die Angst vor Terroranschlägen stetig wächst, ist diese besonders gefragt. Das ist eine echte Herausforderung für das Besuchermanagement.
Bevor man überhaupt eine Veranstaltung betreten darf, ist die erste Zutrittskontrolle nötig. Dabei werden die Besucher von Ordnern abgetastet, damit Waffen, Drogen oder auch gefährliche Alttagsgegenstände gar nicht in das Stadion gelangen. Vereinzelt werden auch Handscanner eingesetzt, mit denen überprüft werden kann, ob sich etwas unter der Kleidung befindet.
Danach wird die Eintrittskarte auf Ihre Gültigkeit überprüft. Diese Eintrittskarte ist nicht nur für den Eintritt, sondern auch für das Parken am Stadion oder das bargeldlose bezahlen im Stadion nötig.
Hinter dieser Kartenkontrolle steckt eine ausgeklügelte Software, die innerhalb kürzester Zeit dem Personal signalisieren muss, ob mit diesem Ticket alles in Ordnung ist. Ist dies einmal nicht der Fall, kann das viele Gründe haben, z.b. ein gefälschtes, nicht lesbares, nicht bezahltes oder einfach geklautes Ticket. Gibt das System grünes Licht, so ist alles in Ordnung und das Gelände darf betreten werden.
Diese Kontrolle sollte natürlich möglichst schnell geschehen, um eine ausreichende Sicherheit zu gewähren und große Schlangen von Menschen vor den Schaltern zu vermeiden.
Doch damit ist die Besucherkontrolle noch nicht abgeschlossen! Will man jetzt, in seinen auf der Eintrittskarte angegebenen Block, wird eine weitere Zutrittskontrolle fällig. Auch hier wartet ein Sicherheitsbeauftragter und kontrolliert noch einmal ob sie die gültige Karte für diesen Bereich besitzen. Ist auch diese Hürde bewältigt, sollte man sich im Klaren sein, das diese Prozedur nach jedem Hinausgehens und wieder Betretenwollens seines Bereichs nötig ist.
Im Stadion selbst sind, neben den hunderten Ordnern, oft über 100 Kameras installiert, die ständig das komplette Geschehen im Blick haben. In einer Sicherheitszentrale laufen alle diese Bilder zusammen und werden ausgewertet. Auch die Ordner sind per Funk immer direkt mit der Zentrale verbunden, damit, wenn nötig, sofort eingegriffen werden kann.
Sollte trotz all dieser Vorkehrungen doch noch jemand auf die Idee kommen, sich der Regel zu widersetzen, drohen harte Strafen. Das mitführen von pyrotechnischen Gegenständen, etwa bei einem Fußballspiel, kann zu lebenslangem Stadionverbot in ganz Deutschland führen. In schwerwiegenderen Dingen drohen natürlich auch Geldbußen und Haftstrafen. Des Weiteren verfügt jedes Stadion über Arrestzellen.